Die spanischen Eroberer Lateinamerikas waren auf der Suche nach ihm und auch heute noch hat das gelbglänzende Metall nichts von seiner Faszination eingebüßt. Gold beflügelt bis heute die Phantasie der Menschen. Zwar wird Gold heute nur noch in wenigen Fällen zur Münzprägung verwendet, so wie es seit dem 6. Jahrhundert in vielen Kulturen üblich war, doch als Schmuck oder Anlagemöglichkeit ist Gold heute beliebter denn je.
Weltweit kommt das Edelmetall, das bereits in der Kupferzeit gewonnen und bearbeitet wurde, an insgesamt rund 19.500 Fundorten vor. Die größten Förderstaaten sind Südafrika, die USA, Australien und Russland. Auch in Europa gibt es einige Goldminen, die im internationalen Vergleich allerdings keine Rolle spielen und heute größtenteils stillgeelegt sind. Rund 2600 Tonnen des Edelmetalls werden heute pro Jahr gefördert. Eine Menge, die etwa hundertmal so groß ist wie die Goldfördermenge im 19. Jahrhundert. Wie hoch der Anteil des Edelmetalls in der Erdkruste ist, kann je nach Fördergebiet schwanken. Durchschnittlich sind es rund 4 Gramm pro 1000 Tonnen Gestein.
Ähnich wie Kupfer zählt das gelbe Metall, dessen chemisches Symbol “Au” sich von seinem lateinischen Begriff “Aurum” ableitet, nicht nur zu den Edelmetallen, sondern ist auch eines der wenigen farbigen Metalle der Welt. Das deutsche Wort für das Edelmetall stammt übrigens vom indogermanischen Wort “ghel”, was soviel wie “glänzend” oder “gelb” bedeutet.
Gewonnen wir das Edelmetall, das nur aus einem stabilen Isotop besteht und damit zu den insgesamt 22 so genannten Reinelementen gehört, mit verschiedenen Methoden. Die am wenigsten aufwendige, aber gleichzeitig auch mühsamste Methode ist das Goldwaschen. Aber auch die Gewinnung mit Hilfe von Quecksilber ist üblich.
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