Die ersten Goldmünzen mit einheitlicher Größe und einheitlichem Wert ließ der lydische König Kroisos im 6. Jahrhundert v. Chr. in Kleinasien herstellen und mit einem Prägestempel versehen. Silbermünzen waren jedoch schon 620 v. Chr. in Gebrauch. Griechen, Römer, Perser und auch Ägypter übernahen die Prägekunst, die sich bis in die heutige Zeit erhalten hat. Wobei heute Gold- und Silbermünzen weniger als Zahlungsmittel, sondern mehr als Wertanlage und Sammlerstücke gesehen werden. Auch in Schmuckstücken verarbeitet, haben Münzen ihre Liebhaber. Unter einer Münze (lat. moneta ) versteht man ein aus einer Metalllegierung, meist rundes und flaches, geprägtes Zahlungsmittel, das in der Regel als Geld verwendet wird. Eine Münze besteht aus der Vorderseite, dem Avers und der Rückseite, dem Revers sowie dem überstehenden geriffelte oder beschriftete Rand. Ist der Rand mit einer Umschrift versehen, wir diese als Legende bezeichnet.
Beurteilt werden Edelmetallmünzen nach dem Feingewicht (Edelmetallmasse in der Legierung in Gramm), Rauhgewicht oder Schrot (Gesamtmasse der edlen und unedlen Bestandteile der Legierung) und dem Feingehalt oder Korn, der das Verhältnis zwischen Rauh- und Feingewicht beschreibt. Von Silbermünzen spricht man, wenn der Silbergehalt (Feingehalt) mehr als 50 Prozent des Raugewichts ausmacht. Der Feingoldgehalt bei Goldmünzen wir in Karat angegeben und richtet sich nach der Legierung.
Während Silber- und Goldmünzen weltweit verbreitet waren wurden Platinmünzen lediglich in Russland als Umlaufmünzen zu Zeiten von Zar Nikolaus I. (1825-1855) verwendet. Im Zeitraum von 1828 –1845 wurden insgesamt 1,4 Millionen Platinmünzen geprägt, alle diese Münzen waren mit dem Hinweis “reines Ural-Platin” versehen. 1845 wurde das Prägen der Platinmünzen eingestellt und die noch im Unlauf befindlichen Münzen konnten gegen Münzen aus Gold und Silber eingetauscht werden. Heute wird Platin als Wertträger für Anlagemünzen genutzt. Münzen, als Zahlungsmittel, Schmuck, Sammlerstück oder Wertträger bestimmen seit Jahrtausenden den Alltag und daran hat sich seit Kroisos nichts geändert.
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